
Sommerkonzerte im Palaisgarten
06.07.09 17:31
Sommerfrische im Land des Hermann
Lustwandeln im Palaisgarten mit der ganzen Familie. Als Klassik-Open-light laden die dies-jährigen „Sommerkonzerte im Palaisgarten“ ein zu einem Bad in Tönen und Lichtern.
Wenn in diesem Jahr die Sommerferien in Lippe und NRW beginnen, die Sonne strahlt und Menschen in Cafés, Schwimmbäder und Parks strömen – dann ist es Zeit zu Lustwandeln. Im Land des Hermann starten für alle Daheimgebliebenen und Gäste Stunden voller verzauberter Momente. Und für jeden ist etwas dabei. Ob jung oder alt, ob Single oder Familie – Sie werden für drei Tage Teil eines stimmungsvollen Ambientes mit unterhaltsamem Musikprogramm (17.07.-19.07.2009). Der herrlich schattige und von Wasserspielen durchzogene Barockgarten verwandelt sich an diesem Wochenende in ein Meer aus Tönen und Lichtern.
Es ist viel passiert: Der Philharmonische Chor Lippe, die Hochschule für Musik Detmold und die Koordinatoren des Hermannbüros – Lippe Tourismus & Marketing AG stellten im Rahmen des Internationalen Kulturprogramms Hermann 2009 ein hochkarätiges Programm in-ternational renommierter Solisten und Chöre zusammen. An diesem Wochenende begegnen wir Künstlern, deren Lieder um die Welt gehen und die weltweit ein großes Publikum bewe-gen, gleichzeitig aber haben fast alle ihre Wurzeln in Lippe. Auch das Land NRW fasste ein Ziel ins Auge, nämlich die Wasserspiele des fast 7,5 ha großen„hortus conclusus“ (geschlossener Garten) zu restaurieren. Es wurden im vergangenen Jahr fast eine Million Euro inves-tiert. Nicht zuletzt tauchen die Profis der Firma Flash Art den Park in mysthische Lichtwelten. Nie zuvor wurde im Palaisgarten eine so riesige Bühne aufgebaut, denn für die einzelnen Aufführungen werden bis zu 180 Musiker präsent sein. Parkmöglichkeiten finden Sie in der Palaisstraße und der Eingang zu allen Konzerten wird am Konzerthaus sein. Es werden also drei Tage der Extraklasse. Denn was kann die Verbindung zwischen der Ausstellung „MYTHOS – 2000 Jahre Varusschlacht“ im Lippischen Landesmuseum und dem „Internationalen Kulturprogramm Hermann 2009“ besser repräsentieren als die Musik. Die Musik spielt im Varusjahr 2009 als internationale Sprache gerade an diesem Wochenende eine alles entscheidende Rolle. Und die hochkarätigen Musikdarbietungen außerhalb eines Konzerthauses in der Natur zu erleben hat einen ganz besonderen Reiz. Von Freitag bis Sonntag erklingen Stimmen und Instrumente in sommerlichem Ambiente, die tief unter die Haut gehen und ein Stück Musikgeschichte sehr unterhaltsam inszenieren.
Freitag, 17.07.2009,
18:00 Uhr Internationales Chorfestival
21:00 Uhr Oratorium „Arminius“ op. 43 von Max Bruch
Nach 2 Stunden Chorgesang internationaler Chöre aus Lettland, Litauen, Polen und aus Deutschland folgt um 21 Uhr der absolute Höhepunkt des Festivals. Es kommt zur Auffüh-rung des 1875 uraufgeführten Oratoriums Arminus von Max Bruch.
Die Ausführenden sind: Philharmonischer Chor Lippe – Chór Akademicki Politechniki Szczecinskiej im. prof. Jana Szyrockiego – Sänger des MGV Liedertafel Werther – Jeanette Giese, Mezzosopran – Andre Lenardi, Tenor – Joachim Goltz, Bariton – Christoph Grohmann, Orgel – Folkwang Kammerorchester Essen – Leitung: Volker Schrewe
Insgesamt sind 106 Sängerinnen und Sänger, die Solisten sowie das Folkwang Kammeror-chester Essen gemeinsam auf der Bühne. Das Hermannsdenkmal, von seinem Erbauer Ernst von Bandel als Arminiussäule bezeichnet, und das Oratorium Arminius von Max Bruch aus demselben Jahre sind aus dem gleichen Zeitgeist entstanden. Uraufgeführt im Einwei-hungsjahr des Denkmals 1875, befasst sich das Oratorium mit dem Thema aus der Sicht des späten 19. Jahrhunderts. Bruch ging es in erster Linie um eine dramaturgisch gute Geschichte, die Platz für bewegte Massen, Chöre und imponierende Helden hat. Ein Heldenepos, das in den kriegerischen Zeiten der deutschen Reichsgründung auch auf Publikumserfolg hoffen
konnte. Bruchs klassizistisch-romantischer Stil liegt auf der Linie Mendelssohn – Schumann – Brahms, mit dem er auch befreundet war. Seine Musik zeichnet sich durch ein Streben nach unbedingter Sangbarkeit und Klangschönheit aus. Dass wir heute dieses Oratorium, ein historisch interessantes Stück Musikgeschichte von hoher musikalischer Qualität, ge-meinsam mit dem Chor der Technischen Universität Stettin (Polen) und im Rahmen des VII. Internationalen Chorfestivals aufführen können, ist ein großer Fortschritt in der Verständi-gung der Völker.
Eintritt (VVK/AK): Erwachsene 14,-/18,- € / Jugendliche: 7,-/ 9,- € , Familien*: 33,-/40,- €
Samstag, 18.07.2009,
19.30 Uhr Deutsch-Italienische Operngala
Mit einer glanzvollen Operngala unter freiem Himmel wird während der Sommerkonzerte im Palaisgarten ein Feuerwerk schöner Stimmen abgebrannt. Mehr als 60 Musiker aus der Hochschule für Musik Detmold und der aus Italien kommenden „Scuola di Musica di Fiesole“ manifestieren mit dieser Operngala deutsch-italienische Freundschaft auf eine beeindru-ckende Weise. Auf der festlich beleuchteten Bühne erscheinen dabei Krenare Gashi (Shoo-ting Star des Bertelsmann-Wettbewerbes „Neue Stimmen“ 2008), Dshamilja Kaiser (gefeierte Mezzosopranistin der Städtischen Bühnen Bielefeld und wie Frau Gashi Absolventin der Detmolder Hochschule), Zoran Todorovich (Tenor der Sonderklasse, Gast der größten europäischen Opernhäuser, darunter das Royal Opera House Covent Garden London) und last not least der Bassist Lars Woldt (ehemaliger Studierender der HfM Detmold und 2009 Gast der Wiener Staatsoper). Als musikalischer Leiter und zugleich als Bindeglied zwischen un-verstellter italienischer Operntradition und deutscher Musikausbildung fungiert Fabio Vettraino (Professor und Leiter der Opernabteilung der Hochschule für Musik Detmold).
Eintritt (VVK/AK): Erwachsene 14,-/18,- € / Jugendliche: 7,-/ 9,- € , Familien*: 33,-/40,- €
Sonntag, 19.07.2009, 11.30 Uhr
Big Band-Matinée
Mit einer fetzigen Big Band-Matinée geht das Festival „Sommerkonzerte im Palaisgarten“ in die Schlussrunde. Die jungen Musikerinnen und Musiker um Prof. Oliver Groenewald laden schon seit vielen Jahren regelmäßig Jazzsolisten wie Clark Terry, Albert Mangelsdorff und Lew Tabackin als Gäste ein, und bilden auch in diesem Konzert die klangprächtige Kulisse für zwei namhafte Größen der europäischen Big Band-Szene: Andy Haderer (Trompete) und Paul Heller (Saxophon). Beide Solisten sind Mitglieder der renommierten Big Band des Westdeutschen Rundfunks Köln, Haderer mit seinen 45 Jahren überdies Professor für Jazztrompete an der Musikhochschule Köln. Auf dem Programm stehen Kompositionen und Ar-rangements von deutschen und internationalen Jazzlegenden wie Peter Herbolzheimer oder Dizzy Gillespie, die an dem Sonntagvormittag zum zünftigen Chill out einladen. Mitwirkende: Andy Haderer (Trompete), Paul Heller (Saxophon) und die Big Band der Hochschule für Musik Detmold, Leitung: Oliver Groenewald
Eintritt frei !
Packen Sie Ihren Picknickkorb, eine Decke oder eine kleine Gartentischgarnitur ein. Nehmen Sie am besten noch ein schönes Windlicht mit und lassen Sie sich im Palaisgarten nieder. Gemeinsam mit den Künstlern verbringen Sie unvergessliche und besinnliche Stunden in der Natur und Musik. Wir freuen uns auf Sie.